Welches Konto passt zu mir?

Girokonto eröffnen

Der Begriff „Girokonto" enthält das italienische Wort „giro", das ins Deutsche übersetzt soviel bedeutet wie „kreisen lassen". Damit ist das Girokonto also ein Bankkonto bei einem Kreditinstitut (Bank, Sparkasse etc.), über das Sie sowohl Rechnungen bezahlen als auch Einzahlungen erhalten können. Fast jede Bank bietet die Möglichkeit an, ein Girokonto zu eröffnen - jedes Institut hat allerdings eigene Vertragsbedingungen, weshalb sich ein Girokonto-Vergleich lohnt. Aktuell finden Sie auch viele Angebote mit Bank Bonus. Bei manchen Girokonten fallen beispielsweise monatliche Gebühren für die Kontoführung an, während andere Girokonten kostenfrei zu führen sind. Einige Institute erheben außerdem Gebühren auf jeden einzelnen Zahlungsvorgang, den Sie über Ihr Girokonto tätigen. Manche Girokonten sind sogenannte Guthabenkonten - Sie können nur dann Geld von Ihrem Girokonto überweisen, wenn auf dem Konto ein ausreichendes Guthaben vorhanden ist.

Bei anderen Girokonten ist es möglich, in gewissem Rahmen auch dann Zahlungen zu tätigen, wenn Sie über kein Guthaben mehr verfügen. Für eine entsprechende Überziehung Ihres Kontos fallen dann aber im Regelfall Gebühren an. Anders als bei Sparkonten wie Tagesgeld oder Festgeld erhalten Sie auf das Guthaben auf Ihrem Girokonto meist keine Zinsen. Im Regelfall empfiehlt es sich daher nicht, größere Geldsummen auf dem Girokonto aufzubewahren. Ein Girokonto ermöglicht Ihnen ein bequemes und unkompliziertes bargeldloses Zahlen mit der EC-/Girokarte. An Geldautomaten oder am Bank- bzw. Sparkassenschalter erhalten Sie Bargeld. Überweisungen von Ihrem Girokonto auf andere Bankkonten können Sie mit einem Überweisungsschein oder online tätigen.

Zu den Einzahlungen, die typischerweise auf Ihrem Girokonto eingehen, zählen beispielsweise Lohn, Gehalt und/oder Sozialleistungen. Möchten Sie regelmäßige Auszahlungen vornehmen (wie etwa Miete oder Mitgliedsbeiträge), können Sie über Ihr Girokonto unter anderem Daueraufträge einrichten - Ihr Kreditinstitut überweist den gewünschten Betrag automatisch an den vereinbarten Tagen zum jeweiligen Empfänger. Welches Online-Konto besonders empfehlenswert ist, lesen Sie unter "Girokonto eröffnen".

Geschäftskonto eröffnen

Ein Geschäftskonto ist ein zusätzliches Girokonto beruflich selbstständiger Personen oder Unternehmen. Ein Geschäftskonto dient unter anderem einer besseren Übersicht, da geschäftliche Geldeingänge und -ausgänge getrennt von privaten Kontobewegungen verlaufen. Nicht alle Kreditinstitute, die Girokonten anbieten, stellen auch Geschäftskonten zur Verfügung. Im Vergleich zu privaten Girokonten sind Geschäftskonten häufig mit höheren Kontoführungsgebühren verbunden und einzelne Buchungen kosten extra. Daher lohnt sich vor Kontoeröffnung (ebenso wie vor der Kontoeröffnung eines privaten Girokontos) ein Geschäftskonto Vergleich.

Hinsichtlich des Leistungsangebotes ähnelt ein Geschäftskonto dem privaten Girokonto: Ein Geschäftskonto ermöglicht Ihnen das Zahlen von Rechnungen per Überweisung oder der Empfang von Zahlungen Ihrer Geschäftspartner. Auch bargeldloses Zahlen ist mithilfe eines Geschäftskontos möglich - zu diesem Zweck erhalten Sie von Ihrer Bank eine EC-/Girocard, die Sie bei Bedarf als Bargeldersatz vorlegen können. Um Ihr Geschäftskonto vor Missbrauch zu schützen, teilt Ihnen Ihr Kreditinstitut bei Kontoeröffnung eine Geheimnummer zu, die Sie bei Überweisungen an Geldautomaten sowie in einigen Geschäften/Lokalitäten nutzen. Bei einem richtigen Firmenkonto sind in der Regel auch Lastschriftenneinzüge und die Verwendung von Multibanken-Software möglich. Nutzen Sie meinen Geschäftskonto Vergleich.

Kinderkonto eröffnen

Als Kinderkonto wird ein Girokonto bei einem Kreditinstitut (einer Bank oder einer Sparkasse) bezeichnet, das auf den Namen einer noch nicht volljährigen Person angemeldet ist. Das Kinderkonten müssen von den Erziehungsberechtigten eröffnet werden. Jede Bank bietet Kinderkonten zu eigenen Konditionen an. Auch das Mindestalter, ab dem ein Kind als Kontoinhaber eingetragen werden kann, variiert je nach Kreditinstitut - manche Anbieter stellen Kinderkonten allerdings bereits unmittelbar nach der Geburt eines Kindes zur Verfügung. Ist ein Kind volljährig, läuft ein Kinderkonto-Vertrag im Regelfall aus. Mit der Volljährigkeit wird das Bankkonto für Kinder meist in ein Privat-Girokonto umgewandelt.

Anders als auf Girokonten erwachsener Kontoinhaber wird das Guthaben auf Kinderkonten häufig verzinst – in dieser Hinsicht bringt das Kinderkonto also einen Vorzug des Sparkontos mit sich. Weil deutsche Minderjährige nach deutschem Recht keine Schulden aufnehmen dürfen, ist das Kinderkonto immer ein Guthabenkonto. Das bedeutet, dass das Bankkonto nicht überzogen werden kann. Je nach Kreditinstitut, bei dem Sie für Ihr Kind ein Kindergeldkonto anlegen, erhält das Kind mit dem Erreichen bestimmter Altersstufen zunehmende Ermächtigungen. So ist zu einem festgelegten Zeitpunkt beispielsweise die Vergabe einer eigenen EC-Girocard denkbar, mit der das Kind Kontoauszüge ausdrucken, Geld abheben oder sein Handy aufladen kann. So lernt das Kind bereits früh den verantwortungsbewussten Umgang mit Geld. Gegen ein Kinderkonto kann der Wunsch von Eltern sprechen, dem eigenen Kind in jungen Jahren noch keinen eigenständigen Zugang zu größeren ersparten Geldsummen zu gewähren.

In der Praxis eignet sich ein Kinderkonto als virtuelles Sparschwein, das darüber hinaus Zinserträge einbringt. Möchten Sie beispielsweise an Geburtstagen oder zu anderen wichtigen Anlässen finanziell in die Zukunft des Kindes investieren, steht Ihnen mit dem Kinderkonto eine geeignete Möglichkeit zur Verfügung.

Studentenkonto eröffnen

Kreditinstitute bieten Studentenkonten meist zu vergünstigten Konditionen an. Denn Studenten haben häufig nur eingeschränkte Geldmittel und Banken bzw. Sparkassen erhoffen sich oft, die angehenden Akademiker dank günstiger Konditionen langfristig als Kunden zu gewinnen. Bei einem Studentenkonto handelt es sich in der Regel um ein Girokonto, das häufig auch verzinst wird. So wie herkömmliche Girokonten eignet sich auch ein Studentenkonto aber nicht als Sparkonto. Vielmehr dient das Girokonto für Studenten dem alltäglichen Zahlungsverkehr: Sie erhalten für Ihr Studentenkonto eine EC-/Girocard, mit der Sie am Schalter oder an Automaten Geld abheben oder überweisen können. Außerdem eignet sich Ihr Studentenkonto für den Empfang von Zahlungseingängen und das Überweisen von Rechnungen. Auch Daueraufträge können eingerichtet werden.

Die Konditionen, zu denen Studentenkonten angeboten werden, fallen je nach Kreditinstitut unterschiedlich aus. Häufig entfallen bei einem Studentenkonto Kontoführungsgebühren. Außerdem verzichten Banken/Sparkassen bei der Eröffnung eines Studentenkontos oft auf einen Mindestgeldeingang oder Gehaltseingang. Einige Studentenkonten schließen Startguthaben oder bestimmte Eröffnungsboni mit ein.

Um ein Studentenkonto in Anspruch zu nehmen, müssen Sie sich als aktiver Student ausweisen. Zu diesem Zweck verlangen Kreditinstitute die Vorlage einer aktuellen Immatrikulationsbescheinigung. Bei bestimmten Banken müssen Sie zudem pro Semester erneut eine jeweils aktuelle Bescheinigung vorlegen, um Ihr Studentenkonto weiterführen zu dürfen. Häufig legen Kreditinstitute ein Höchstalter für Inhaber von Studentenkonten fest - oft liegt dieses bei 30 Jahren.

Tagesgeldkonto eröffnen

Auf einem Tagesgeldkonto parken Sie kurzfristig Geld, das verzinst wird. Ein Tagesgeldkonto ist mit keiner bestimmten Laufzeit verbunden. Sie können immer flexibel über die Summe auf Ihrem Konto verfügen. Je nach Bank, bei dem Sie ein Tagesgeldkonto führen, werden Ihnen die Zinsen monatlich, vierteljährlich oder jährlich auf Ihrem Konto gutgeschrieben. Jedes Kreditinstitut legt den Zinssatz selbstständig fest. Allerdings kann das Institut diesen Zinssatz täglich verändern - Sie erhalten auf einem Tagesgeldkonto (anders als beispielsweise bei einem Festgeldkonto) keinen konstant hohen Zinsertrag. Gelegentlich bieten Banken Neukunden Tagesgeld mit einer Zinsgarantie für einige Monate oder bis zu einem bestimmten Datum an. Läuft dieser Zeitraum ab, gilt für das Tagesgeld der jeweils aktuelle Zinssatz gemäß Preisverzeichnis.

Obwohl Sie täglich auf das Guthaben Ihres Tagesgeldes zugreifen können, müssen Sie für Abbuchungen bzw. Überweisungen ein sogenanntes Referenzkonto (oft handelt es sich hierbei um Ihr Girokonto) angeben. Der Geldübertrag erfolgt dann zunächst von Ihrem Tagesgeldkonto auf Ihr Referenzkonto - von diesem Konto aus können Sie das Geld dann abheben oder auf Fremdkonten überweisen. Banken und Sparkassen bieten Tagesgeld meistens als Guthabenkonten an. Das Tagesgeldkonto kann nicht überzogen werden Überweisungen sind nur möglich, wenn sich auf dem Konto ein Guthaben befindet.

In der Praxis eignet sich ein Tagesgeldkonto dann, wenn Sie bestimmte Geldsummen nicht auf Ihrem (im Regelfall unverzinsten) Girokonto belassen möchten, aber nicht ausschließen können, dass Sie in absehbarer Zukunft auf das Geld zurückgreifen müssen oder wollen. Auf einem Tagesgeldkonto steht Ihnen Ihre angesparte Geldsumme (anders als auf Festgeldkonten) jederzeit zur Verfügung.

Festgeldkonto eröffnen

Ein Festgeldkonto ist ein Konto, das sich zum längeren Anlegen von Geld eignet. Auf einem Festgeldkonto legen Sie eine feste Summe für einen bestimmten Zeitraum fest an. Viele Banken eröffnen Festgeldkonten nur, wenn Sie einen Mindestbetrag einzahlen. Die Höhe dieses Mindestbetrages variiert je nach Kreditinstitut und Art des Festgeldkontos. Verschiedene Festgelder sind auch mit unterschiedlichen Laufzeiten verbunden. Auf einigen Konten ist Ihr Geld beispielsweise für viele Monate angelegt, auf anderen Konten etwa für mehrere Jahre. Welche Laufzeit sich für Sie eignet, hängt von Ihrer finanziellen Situation ab.

Während der Laufzeit eines Festgeldkontos haben Sie in der Regel kein Zugriffsrecht auf Ihr angelegtes Geld. Daher ist ein Festgeldkonto vor allem dann geeignet, wenn Sie absehen können, dass Sie das eingezahlte Geld während der Kontolaufzeit nicht benötigen. In Ausnahmefällen lassen sich Festgeldkonten zwar auch vorzeitig kündigen - dieser Schritt ist für Sie aber meistens mit Zinsverlusten und eventuellen zusätzlichen Gebühren verbunden.

Zu den Vorteilen eines Festgeldkontos zählt eine vergleichsweise hohe Verzinsung, obwohl sich Tagesgeldzinsen und Festgeldzinsen derzeit nur geringfügig unterscheiden. Ihre Zinserträge sind auf einem Festgeldkonto nicht immer höher als auf einem Tagesgeldkonto. Die meist höhere Verzinsung eines Festgeldkontos ist vor allem auf die Tatsache zurückzuführen, dass Ihr ausgewähltes Kreditinstitut längerfristig und kalkulierbar mit Ihrer Geldeinlage wirtschaften kann.

Ein Festgeldkonto eignet sich dann, wenn Ihnen Geld zur Verfügung steht, auf das Sie in absehbarer Zeit nicht zurückgreifen müssen und das Sie deshalb längerfristig anlegen möchten.Festgeld stellt eine Möglichkeit zur längerfristigen Geldanlage dar, ist aber nicht für den Vermögensaufbau geeignet. Geld, das Sie in absehbarer Zeit vermutlich benötigen, aber nicht auf Ihrem Girokonto belassen möchten, ist beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto besser aufgehoben als auf einem Festgeldkonto.

Konto ohne Schufa eröffnen

Ein schufafreies Konto ist ein Bankkonto (beispielsweise ein Giro- oder Sparkonto), für dessen Eröffnung und Kontoführung das zuständige Kreditinstitut keine Auskunft bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung einholt. Die Schufa ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das im Auftrag von Geschäftskunden wie Kreditinstituten oder Handelsunternehmen unter anderem die Kreditfähigkeit von Personen und Firmen überprüft. Eine Schufa-Auskunft holen Kreditinstitute wie Banken und Sparkassen beispielsweise dann ein, wenn Sie ein Konto eröffnen möchten, das überzogen werden kann - wenn Ihnen das Kreditinstitut bei fehlendem Guthaben also kurzfristig und automatisch einen Kredit gewährt.

Erfragt ein Institut bei Kontoeröffnung keine Schufa-Auskunft, geht es das Risiko ein, dass Sie Kredite womöglich nicht zurückzahlen können. Deshalb ist ein Konto ohne Schufaauskunft immer auch ein Guthabenkonto ohne Überziehungsrahmen. Befindet sich auf Ihrem Konto ausreichendes Guthaben, können Sie das Bankkonto uneingeschränkt für Überweisungen, Lastschriften und Bargeldabhebungen nutzen. Ohne Guthaben stehen Ihnen Ihre Kontofunktionen aber nicht mehr zur Verfügung. So wie bei einem Girokonto mit Dispo erhalten Sie auch bei einem schufafreien Bankkonto meist eine Karte, mit der Sie Bargeld abheben oder bargeldlos bezahlen können.

Die Eröffnung und Führung eine ist dann nötig, wenn Ihnen aufgrund von Schufa-Einträgen kein anderes Konto gewährt wird oder Sie kein Konto trotz Schufa eröffnen können. Mit einem schufafreien Konto haben Sie dann zumindest ein Bankkonto, auf dem Sie Geldeingänge entgegennehmen und Miete oder sonstige Zahlungen unbar leisten können. Ein Girokonto ist heute nahezu unverzichtbar.